<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Optimismus</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Optimismus"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Optimismus rootpage-Optimismus skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Optimismus</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Optimismus</b> (von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">optimum</span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚das Beste‘</span>) ist eine Lebensauffassung, in der die Welt oder eine Sache von der besten Seite betrachtet wird. Er bezeichnet allgemein eine heitere, zuversichtliche und lebensbejahende <a href="Einstellung_(Psychologie)" title="Einstellung (Psychologie)">Grundhaltung</a> sowie eine zuversichtliche, durch positive Erwartung bestimmte Haltung angesichts einer Sache hinsichtlich der Zukunft, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht. Optimistisch verhält sich der Mensch <a href="Hoffnung" title="Hoffnung">hoffnungsvoll</a> zur Zeitlichkeit seiner <a href="Existenz" title="Existenz">Existenz</a>.
</p><p>Ferner bezeichnet Optimismus eine philosophische Auffassung, wonach die Welt die beste aller möglichen Welten ist, in der Welt alles gut und vernünftig sei oder sich zum Besseren entwickeln werde. Die gegenteilige Auffassung ist der <a href="Pessimismus" title="Pessimismus">Pessimismus</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Philosophie">Philosophie</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gottfried_Wilhelm_Leibniz">Gottfried Wilhelm Leibniz</h3></div>
<p>Eine <a href="Metaphysik" title="Metaphysik">metaphysische</a> Begründung des Optimismus unternahm <a href="Gottfried_Wilhelm_Leibniz" title="Gottfried Wilhelm Leibniz">Gottfried Wilhelm Leibniz</a> in seiner „<a href="Theodizee" title="Theodizee">Theodizee</a>“. Er postulierte, dass <a href="Gott" title="Gott">Gott</a> in seiner <a href="Allmacht" title="Allmacht">Allmacht</a> und <a href="G%C3%BCte" title="Güte">Güte</a> nur „<a href="Theodizee#Leibniz′_„beste_aller_möglichen_Welten“" title="Theodizee">die beste aller möglichen Welten</a>“ <a href="Sch%C3%B6pfung" title="Schöpfung">geschaffen</a> habe, auch wenn man sie nicht gut nennen kann. Das Wort „Optimismus“ wurde erst später in Bezug auf Leibniz geprägt. Dieser Form des Optimismus konnte unter anderen <a href="Voltaire" title="Voltaire">Voltaire</a> nicht zustimmen, der unter dem Eindruck des Erdbebens von Lissabon (1. November 1755) gegen Leibniz <a href="Polemik" title="Polemik">polemisierte</a>, und zwar in der Form des Romans <i><a href="Candide_oder_der_Optimismus" title="Candide oder der Optimismus">Candide oder der Optimismus</a></i>. Der Begriff Optimismus stammt nicht von Leibniz selbst, sondern wurde von <a href="Jesuit" class="mw-redirect" title="Jesuit">jesuitischen</a> <a href="Theologe" title="Theologe">Theologen</a> verwendet, um über den „sich zum Theologen aufspielenden Mathematiker“ zu spotten. Diese abwertende Färbung ist jedoch mit der Zeit verloren gegangen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Deutsche_Idealismus">Der Deutsche Idealismus</h3></div>
<p>Der <a href="Deutscher_Idealismus" title="Deutscher Idealismus">Deutsche Idealismus</a> nahm um 1800 den metaphysisch-optimistischen Gedanken wieder auf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Albert_Schweitzer">Albert Schweitzer</h3></div>
<p>Grundlegend mit der Forderung nach Schaffung einer optimistisch-ethischen Weltanschauung auseinandergesetzt hat sich <a href="Albert_Schweitzer" title="Albert Schweitzer">Albert Schweitzer</a>, u. a. in seinem Werk <i>Verfall und Wiederaufbau der Kultur</i>. Albert Schweitzer begründet auf dem Fundament des <a href="Rationalismus" title="Rationalismus">Rationalismus</a> die Notwendigkeit einer optimistisch-ethischen Kulturweltanschauung. Der Optimismus liefert nach Schweitzer „die Zuversicht, dass der Weltverlauf irgendwie ein geistig-sinnvolles Ziel hat und dass die Besserung der Verhältnisse der Welt und der Gesellschaft die geistig-sittliche Vollendung des einzelnen fördert. Aus dem <a href="Ethik" title="Ethik">Ethischen</a> kommt das Vermögen, die zu dem Wirken auf die Welt und die Gesellschaft notwendigen zweckmäßigen Gesinnungen aufzubringen und alle Errungenschaften auf die geistige und sittliche Vollendung des Einzelnen, welche das letzte Ziel der <a href="Kultur" title="Kultur">Kultur</a> ist, zusammenwirken zu lassen.“<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ernst_Bloch">Ernst Bloch</h3></div>
<p>Mitte des 20. Jahrhunderts legte <a href="Ernst_Bloch" title="Ernst Bloch">Ernst Bloch</a> – „trotz aller Enttäuschungen“ – eine <a href="Marxismus" title="Marxismus">marxistische</a> Theorie des Optimismus vor: <i><a href="Das_Prinzip_Hoffnung" title="Das Prinzip Hoffnung">Das Prinzip Hoffnung</a></i>. Bloch warnte vor ungeprüftem Optimismus und sprach stattdessen von einem „Optimismus mit Trauerflor“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Psychologie">Psychologie</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Konzept">Konzept</h3></div>
<p>Optimismus als individueller psychologischer Unterschied wurde in den letzten Jahrzehnten von Forschern vor allem auf zwei Arten umrissen und <a href="Operationalisierung" title="Operationalisierung">operationalisiert</a>: als stabiler „optimistischer Erklärungsstil“ und als stabiler „dispositioneller Optimismus“.<sup id="cite_ref-:2_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-:2-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Vorstellung als optimistischer Erklärungsstil (<i>optimistic explanatory style</i>) wurde inspiriert vom Phänomen der <a href="Erlernte_Hilflosigkeit" title="Erlernte Hilflosigkeit">erlernten Hilflosigkeit</a>. Sie geht vor allem zurück auf <a href="Martin_Seligman" title="Martin Seligman">Martin Seligman</a>. Personen, die dabei nach dem Erleben von Stressfaktoren nicht hilflos werden, neigen demnach zu einem optimistischen Erklärungsstil. Sie glauben, dass bisherige schlechte Ereignisse nicht bleibend sind und nur auf die jeweilige Situation zutreffen. Als Erklärungsstil bezieht Optimismus sich damit auf die Vergangenheit.<sup id="cite_ref-:2_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-:2-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dispositioneller Optimismus, verstanden als Neigung oder Gesinnung (<i>dispositional optimism</i>), spiegelt das Merkmal wider, inwieweit Menschen allgemein günstige Erwartungen für ihre Zukunft haben.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:2_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-:2-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:0_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Perspektive wurde auch als „Erwartungsoptimismus“ bezeichnet, da sie Optimismus als Überzeugungen des Einzelnen über die Zukunft und nicht über die Vergangenheit einordnet. Außerdem soll damit betont werden, dass auch Erklärungsstile stabile Dispositionen/Neigungen darstellen.<sup id="cite_ref-:2_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-:2-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Forschungsergebnisse, die die Beziehung zwischen dispositionellem Optimismus und optimistischem Erklärungsstil untersuchten, waren uneinheitlich, wobei die <a href="Korrelation" title="Korrelation">Korrelationen</a> zwischen niedrig und hoch variierten.<sup id="cite_ref-:2_2-4" class="reference"><a href="#cite_note-:2-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Optimismus kann aber als dritte Möglichkeit auch aufgefasst werden als bereichs- und aufgabenspezifisch Erwartungen einer Person im Rahmen der Selbstregulation. Bei dieser Vorstellung von Optimismus werden bestimmte Erwartungen von äußeren und inneren Faktoren der Person beeinflusst. Die Erwartungen sind dabei nicht stabil, sondern flexibel und von Situation zu Situation unterschiedlich.<sup id="cite_ref-:0_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Mehrheit der Menschen ist nicht nur optimistisch, sondern unrealistisch optimistisch: Sie erwarten, mehr positive und weniger negative Erlebnisse zu haben als der Durchschnitt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Messung">Messung</h3></div>
<p>Die Neigung zum Optimismus wird <a href="Test_(Psychologie)" class="mw-redirect" title="Test (Psychologie)">gemessen</a> mit dem <i>Life Orientation Test (LOT)</i> oder der Kurzversion, dem <i>Life Orientation Test revised (LOT-R)</i>.<sup id="cite_ref-:1_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ursachen">Ursachen</h3></div>
<p>Eine Studie untersuchte <a href="Angeboren" title="Angeboren">angeborene</a> und erlernte Anteile von Optimismus anhand von <a href="Zwillingsforschung" title="Zwillingsforschung">adoptierten und nicht adoptierten Zwillingen</a>. Diese deutet darauf hin, dass Optimismus eine moderate <a href="Erblichkeit" class="mw-redirect" title="Erblichkeit">Erblichkeit</a> von 24 % hat. Faktoren, die mit der Familie in Verbindung stehen, wie das Zuhause, in dem sie lebt, die gemeinsame Nachbarschaft und elterliches Verhalten, das alle Kinder betrifft (sogenannte geteilte Umwelt), machten etwa 13 % aus. Die restlichen Anteile entfielen auf individuelle (nicht geteilte) Umweltfaktoren spezifisch für die jeweilige Person und <a href="Messfehler" class="mw-redirect" title="Messfehler">Messfehler</a>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Folgen">Folgen</h3></div>
<p>Als Prädiktor für das Verhalten ist Optimismus von Bedeutung für das Verständnis von <a href="Motivation" title="Motivation">Motivation</a> und <a href="Selbstregulation_(Psychologie)" title="Selbstregulation (Psychologie)">Selbstregulation</a>.<sup id="cite_ref-:0_4-2" class="reference"><a href="#cite_note-:0-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So führen optimistische Erwartungen bei einer Herausforderung oder Aufgabe zu Engagement und zu kontinuierlichem Bemühen, Ziele zu erreichen, anstatt aufzugeben.<sup id="cite_ref-:0_4-3" class="reference"><a href="#cite_note-:0-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Optimisten sind in der Regel gesünder als Pessimisten, außer wenn sie so optimistisch sind, dass sie unvorsichtig werden.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Optimismus geht einher mit Strategien <a href="Stressbew%C3%A4ltigung" class="mw-redirect" title="Stressbewältigung">Stress zu bewältigen</a> sowie entstehende Emotionen zu reduzieren oder zu managen. Dagegen hängt er negativ zusammen mit Vermeidungsstrategien, mit denen Stressfaktoren oder Emotionen ignoriert oder vermieden werden.<sup id="cite_ref-:1_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Als_Erklärungsstil"><span id="Als_Erkl.C3.A4rungsstil"></span>Als Erklärungsstil</h3></div>
<p><a href="Martin_Seligman" title="Martin Seligman">Martin Seligman</a> untersuchte die Frage, was Optimisten von Pessimisten unterscheidet. Er fand, dass sie andere <a href="Attribution" title="Attribution">Ursachenzuschreibungen</a> vornehmen, dass nämlich Optimisten die Ursache für angenehme Ereignisse, Erfolge usw. stabil in sich selbst sehen, aversive Ereignisse hingegen vorübergehenden situationsbedingten Ursachen zuschreiben. Bei Pessimisten ist es umgekehrt.
</p>
<ul><li><i>Dauerhaftigkeit.</i> Pessimisten halten die Ursachen für unangenehme Ereignisse, in die sie geraten, für dauerhaft und bleibend. Optimisten dagegen halten die Ursachen für zeitweilig und vorübergehend.</li>
<li><i>Geltungsbereich.</i> Pessimisten übertragen Fehlschläge, die sie in einem bestimmten Bereich hinnehmen müssen, ins Allgemeine, während Optimisten durch einen Fehlschlag in einem bestimmten Bereich andere Bereiche ihres Lebens unbeeinflusst sehen.</li>
<li><i>Personalisierung.</i> Pessimisten geben sich selbst die Schuld für Fehlschläge, unangenehme Ereignisse usw. und haben daher eher ein schwaches <a href="Selbstwertgef%C3%BChl" class="mw-redirect" title="Selbstwertgefühl">Selbstwertgefühl</a>. Optimisten suchen die Gründe für Fehlschläge dagegen eher bei anderen Menschen oder den Umständen und haben ein starkes Selbstwertgefühl.</li></ul>
<p>Nach Seligman ist eine optimistische Lebenseinstellung erlernbar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hirnforschung">Hirnforschung</h2></div>
<p><a href="Magnetresonanztomographie" title="Magnetresonanztomographie">Magnetresonanztomographische</a> Untersuchungen zeigten, dass bei Optimisten zusätzlich zu drei Gehirnregionen, die autobiografisches Wissen speichern, die <a href="Amygdala" title="Amygdala">Amygdala</a> und der <a href="Gyrus_cinguli" title="Gyrus cinguli">Gyrus cinguli</a> überdurchschnittlich aktiv sind. Bei <a href="Depression" title="Depression">Depressionen</a> wird eine Störung der neuronalen Pfade zwischen den beiden im <a href="FMRT" class="mw-redirect" title="FMRT">fMRT</a> gefundenen Gebieten vermutet.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Lemonading" title="Lemonading">Lemonading</a></li>
<li><a href="Neugeist-Bewegung" title="Neugeist-Bewegung">Neugeist-Bewegung</a></li>
<li><a href="Panglossianismus" title="Panglossianismus">Panglossianismus</a></li>
<li><a href="Positives_Denken" title="Positives Denken">Positives Denken</a></li>
<li><a href="Selbstwirksamkeitserwartung" title="Selbstwirksamkeitserwartung">Selbstwirksamkeitserwartung</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Carver & Scheier: <i>Optimism</i>. In: Lopez & Snyder (Hrsg.) <i>Positive psychological assessment: A handbook of models and measures</i>. American Psychological Association, Washington, D.C. 2003, S. 75–89.</li>
<li>Carsten Dethlefs: <i>Optimismus für alle – Anregungen, wie man nicht unter seinen Möglichkeiten bleibt</i>. Tredition, Hamburg 2014, ISBN 978-3-8495-7556-4.</li>
<li><a href="Martha_Nussbaum" title="Martha Nussbaum">Martha Nussbaum</a>: <i>Aristotelian Social Democracy.</i> In: R. Bruce Douglas, Gerald R. Mara, Henry S. Richardson (Hrsg.): <i>Liberalism and the Good.</i> New York / London 1990, S. 203–252.</li>
<li><a href="Sandra_Richter" title="Sandra Richter">Sandra Richter</a>: <i>Lob des Optimismus : Geschichte einer Lebenskunst</i>. C.H. Beck Verlag, München 2009, ISBN 978-3-406-59114-3.</li>
<li><a href="Hannelore_Weber" title="Hannelore Weber">Hannelore Weber</a>, Thomas Rammsayer: <i>Differentielle Psychologie – Persönlichkeitsforschung.</i> Hogrefe, Göttingen [u. a.] 2012, ISBN 978-3-8017-2172-5, S. 88–97.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Optimism?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Optimismus</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Optimismus" class="extiw external" title="wikt:Optimismus">Wiktionary: Optimismus</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Optimismus" class="extiw external" title="q:Optimismus">Wikiquote: Optimismus</a></b> – Zitate </div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gluecksarchiv.de/inhalt/optimismus.htm">Beispiele zu Seligmans Untersuchungen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Albert Schweitzer, 'Verfall und Wiederaufbau der Kultur', S. 72.</span>
</li>
<li id="cite_note-:2-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:2_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_2-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_2-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text">M.J.C. Forgeard, M.E.P. Seligman: <cite style="font-style:italic">Seeing the glass half full: A review of the causes and consequences of optimism</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Pratiques Psychologiques</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>18</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>2</span>, 2012, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>107–120</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1016/j.prps.2012.02.002">10.1016/j.prps.2012.02.002</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S126917631200003X">elsevier.com</a> [abgerufen am 23. Oktober 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Optimismus&rft.atitle=Seeing+the+glass+half+full%3A+A+review+of+the+causes+and+consequences+of+optimism&rft.au=M.J.C.+Forgeard%2C+M.E.P.+Seligman&rft.date=2012&rft.doi=10.1016%2Fj.prps.2012.02.002&rft.genre=journal&rft.issue=2&rft.jtitle=Pratiques+Psychologiques&rft.pages=107-120&rft.volume=18" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Charles S. Carver, Michael F. Scheier, Suzanne C. Segerstrom: <cite style="font-style:italic">Optimism</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Clinical Psychology Review</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>30</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>7</span>, 2010, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>879–889</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1016/j.cpr.2010.01.006">10.1016/j.cpr.2010.01.006</a></span>, <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20170998?dopt=Abstract">PMID 20170998</a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4161121/">PMC 4161121</a> (freier Volltext) – (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S027273581000019X">elsevier.com</a> [abgerufen am 25. Oktober 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Optimismus&rft.atitle=Optimism&rft.au=Charles+S.+Carver%2C+Michael+F.+Scheier%2C+Suzanne+C.+Segerstrom&rft.date=2010&rft.doi=10.1016%2Fj.cpr.2010.01.006&rft.genre=journal&rft.issue=7&rft.jtitle=Clinical+Psychology+Review&rft.pages=879-889&rft.pmc=4161121&rft.pmid=20170998&rft.volume=30" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-:0-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_4-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_4-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_4-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Armor & Taylor: <i>Situated optimism: Specific outcome expectancies and self-regulation</i>. In: M.P. Zanna (Hrsg.): <i>Advances in Experimental Social Psychology</i>, Vol. 30, Academic Press, San Diego 1998, S. 309–379.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">N.D. Weinstein (1980): <i>Unrealistic optimism about future life events</i>. Journal of Personality and Social Psychology 39, S. 806–820.</span>
</li>
<li id="cite_note-:1-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:1_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Lise Solberg Nes, Suzanne C. Segerstrom: <cite style="font-style:italic">Dispositional Optimism and Coping: A Meta-Analytic Review</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Personality and Social Psychology Review</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>10</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>3</span>, 2006, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221088-8683%22&key=cql">1088-8683</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>235–251</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1207/s15327957pspr1003_3">10.1207/s15327957pspr1003_3</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1207/s15327957pspr1003_3">sagepub.com</a> [abgerufen am 22. Oktober 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Optimismus&rft.atitle=Dispositional+Optimism+and+Coping%3A+A+Meta-Analytic+Review&rft.au=Lise+Solberg+Nes%2C+Suzanne+C.+Segerstrom&rft.date=2006&rft.doi=10.1207%2Fs15327957pspr1003_3&rft.genre=journal&rft.issn=1088-8683&rft.issue=3&rft.jtitle=Personality+and+Social+Psychology+Review&rft.pages=235-251&rft.volume=10" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Robert Plomin, Michael F. Scheier, C.S. Bergeman, N.L. Pedersen, J.R. Nesselroade: <cite style="font-style:italic">Optimism, pessimism and mental health: A twin/adoption analysis</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Personality and Individual Differences</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>13</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>8</span>, 1992, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>921–930</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1016/0191-8869%2892%2990009-E">10.1016/0191-8869(92)90009-E</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/019188699290009E">elsevier.com</a> [abgerufen am 22. Oktober 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Optimismus&rft.atitle=Optimism%2C+pessimism+and+mental+health%3A+A+twin%2Fadoption+analysis&rft.au=Robert+Plomin%2C+Michael+F.+Scheier%2C+C.S.+Bergeman%2C+...&rft.date=1992&rft.doi=10.1016%2F0191-8869%2892%2990009-E&rft.genre=journal&rft.issue=8&rft.jtitle=Personality+and+Individual+Differences&rft.pages=921-930&rft.volume=13" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">S.C. Segerstrom (2005): <i>Optimism and immunity: Do positive thoughts always lead to positive effects?</i>, Brain, Behavior and Immunity 19, S. 195–200.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Die-Quellen-der-Zuversicht-3415860.html">Telepolis: Die Quellen der Zuversicht</a> </span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4043665-2">4043665-2</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-10-12" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Optimismus&oldid=260536823">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>